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Spirituelles EGO

Aktualisiert: 23. Feb.

Meine lieben, dieses Thema hat mich in den letzten Monate beschäftigt und ich hatte mich etwas zurückgezogen um zu spüren, was und wie viel Spiritualität für mich richtig ist. Für mich waren bestimmte Dinge in der Spirituellen Szene nicht mehr stimmig, darum habe ich mich etwas davon distanziert.

All das, was ich nun über das Thema Spirituelles EGO schreibe, sind keine Wertungen lediglich meine Meinung aus der Beobachter Roller und auch aus eigenen Erfahrungen 🙋‍♀️


Spiritualität, ich glaube ein Wort das in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit sehr zugenommen hat.

Aber was und wann bin ich spirituell ??? Auch hier gibt es meiner Meinung nach so viele Ansätze.

Ein Mensch der noch nie meditiert oder ein Seminar im Yoga besucht hat, kann trotzdem ein ganz spirituelles Wesen sein. Für mich fängt Spiritualität schon an, wenn ich mit liebe und Achtsamkeit in der Küche stehe und Kartoffel schäle 😅oder dankbar in der Natur meine Verbundenheit spüre.

Man muss nicht zich Kurse - Bücher gelesen haben um Spirituell zu sein, dass brauch nur unser Ego.


Ich beschäftige mich jetzt schon einige Jahre mit der Persönlichkeitsarbeit und Spiritualität. Bin dankbar dafür, das ich den Mut hatte - habe mich meinen Themen zustellen. Auch wenn es oftmals sehr anstrengend sein kann 🤨 sich zu hinterfragen - reflektieren. Ich liebe tiefgründige Gespräche und höre gerne zu, jeder Mensch hat nämlich ganz andere Gedankengänge und sieht Zusammenhänge, diese mir nicht klar waren, daraus ziehe ich für mich neue Erkenntnisse.

Für mich war es wichtig diesen Weg zu gehen, mich wieder mehr auf die Dinge im Inneren zu besinnen und mehr ins fühlen zu kommen. Ich finde Persönlichkeitsarbeit auch sehr wichtig.🫶

Allerdings darf ich mir eingestehen, habe ich mich von der Spiritualität blenden lassen und mich ein Stück weit darin verloren,🥲 aber auch das war ein Geschenk um Klarheit zu gewinnen und meinen Weg zu gehen, nicht einen der mir suggeriert wird.

In der spirituellen Szene, spricht man gerne ich bin frei vom Ego und nur in der Liebe. Mittlerweile gibt es Studien diese zeigen das es sich zu einem "Spirituellen Narzissmus " entwickelt.

Führt es letztlich genau dazu, dass es statt zu einer Reduktion zu einer Verstärkung des Egos kommt????


Ich finde es super das sich aktuell sehr viele Leute auf den Weg machen, um sich selbst - Ihr Leben zu hinterfragen und sich dann auch selbst wieder besser kennenlernen. Neue Fähigkeiten entdecken. Allerdings schade wenn man diese benutzt und ungefragt Leute scannt - in ihr System einloggt - sogar Menschen bewusst mit Fremdenergie benetzt 😙 oder sich über andere Menschen erhebt und denkt man ist erleuchtet.


Ich für mich habe beobachtet, das in der Spirituellen Szene das Ego oftmals schlimmer ist, als in der alten Zeit🧐



Spirituelle Überheblichkeit - Ego - Stolper Falle

Wenn wir mehr ins fühlen kommen , kann es natürlich sein, das wir plötzlich Situationen - Menschen intensiver wahrnehmen und wenn auch meistens nicht in böswilliger Absicht andere Menschen belehren wollen. Habe ich leider auch getan ! 😏 Weil wir glauben, Menschen seien noch nicht dort wo wir uns gerade finden. Klar tut es oft weh zu sehen, wenn ein nahestehender Mensch ins Unglück läuft aber auch hier, ist es unsere Wertung , wir empfinden es vielleicht als sein Unglück.

Jeder Mensch hat das Recht seinen eigenen Weg zu gehen auch wenn es sich für uns falsch erscheint.


Es gibts nicht zu missionieren bei anderen vor allem nicht ohne Erlaubnis, das ist Grenzüberschreitend - übergriffig - überheblich.


Oftmals hört man von Spirituellen - Coaches " Du solltest aber noch dieses und jenes Thema Dir anschauen - lösen " damit du wirklich gut im Leben aufgestellt bist.

Kann alles richtig sein - muss es aber nicht .


Kommen wir auch in der neuen Zeit wieder in eine Art Leistungsdruck um Erwartungen von spirituellen Lehrern - Konzepten zu entsprechen ?


Zu dieser Zeit, war ich tief drin und alles drehte sich um Persönlichkeitsarbeit, ich dachte eben ich muss das machen was mir Coaches sagen. Ich war nicht klar bei mir und in einem Strudel drin und mein Leben hatte nichts mehr mit Leichtigkeit zu tun. Weil ich suggeriert bekommen habe, ich bin noch nicht gut genug aufgestellt oder wie früher "gut genug muss noch mehr tun "

Ich weiß natürlich, ich selbst hätte da schon für mich einstehen können , soweit war ich aber nicht 🤷‍♀️

Seit einiger Zeit bin ich hier ausgestiegen. Ich löse das, was für mich aktuell wichtig ist und wenn ich mal Wochen nichts an mir arbeite, sondern mein Leben hier als "Mensch auf Erden" genieße und glücklich bin mit all meinen noch vorhandenen Verstrickungen und Schattenseiten dann erlaube ich es mir, auch wenn es vermeintlich Erleuchtende gern anders hätten.

Wieso wird von anderen erwartet, etwas zu Leben, das man selbst nicht lebt?


Ein sehr spiritueller Freund - Coach sagte vor Jahren zu mir " Du bist unrein " weil ich das Wort Scheiße benutzte , What ? 😂

Ok, seine Meinung - allerdings subjektiv und ich konnte es so stehen lassen aber warum wird in der Spirituellen Welt gerne jedes kleine Wort - Handlung bewertet? Muss ich immer hinter allem stehen , was ein Spiritueller Mensch mir sagt oder tut?

Nein 👎


Stolper Falle

Es werden gerne spirituelle Praktiken genutzt, um sich seinen echten emotionalen oder psychologischen Themen zu entziehen. Statt diese also aufzulösen, hält man sie mit Hilfe des spirituellen Weges nur in Schach. Daher bevorzuge ich die Persönlichkeitsarbeit.


In der Spiritualität gibt es genau wie überall schwarze Schafe, die Ihre eigenen Themen auf andere projizieren aber selbst in Ihren Themen fest sitzen. Sich hier auf Erden - in diesem System nicht mehr zu Recht finden. Zurückgezogen - isoliert leben und Menschen von sich zurückstoßen - eigentlich auch traurig aber hier findet eben Trennung statt - weil oft geglaubt wird, Sie sind besser als noch nicht so reflektierte Menschen. Sehr Schade 😙


Vermeidung sich selbst zu begegnen ???

Diesen Satz hört man oft " Das ist nicht mein Thema" kann sein , muss aber nicht - wenn man stets nur beim gegenüber die Fehler sucht.

Wenn mein Tun einen anderen verletzt, ist es eben nicht immer nur „sein Problem“ weil er damit nicht umgehen kann, sondern höchste Zeit, mein eigenes Tun zu hinterfragen und mit meinen eigenen Schatten und Themen zu arbeiten. Manchmal glaube ich, das Spiritualität uns ins große EGO führt.

Der spirituelle Weg zu sich selbst bedeutet für mich - eben nicht, das Leben -Gedanken - Wünsche und Bedürfnisse anderer zu ignorieren.

In Büchern - Seminaren - Social Media wird gerne unser Ego trainiert , so heißt es wir sollen erst auf uns selbst achten- sorgen, das ist auch gut so und längst überfällig. Es darf aber bitte nicht darin ausarten, zuerst immer auf sich selbst zu schauen und anderen Hilfe zu verwehren. Ich finde, es ist höchste Zeit, nicht immer zu schauen, welche Energie man gerade aufgenommen hat, sondern auch wieder Herz zu zeigen, für den anderen da zu sein, auch wenn es gerade einen überfordert! Auch das ist Wachstum. Mein Irrglaube war auch , dass ich dachte hier gibt es keine Herzmauern aber auch hier verschließen Menschen ihr Herz aus dem Ego heraus, so wie in der alten Welt.

Bitte erhebt Euch nicht, es gibt kein besser oder schlechter zwischen spirituellen - nicht spirituellen Menschen, wir sind alle gleich gut und ok wie wir sind.


Spiritueller Hype?

Sehr gerne darfst Du Dir diese Frage stellen

"Gehe ich aus meinen inneren heraus den Weg oder weil es gerade ein Trend ist Spirituell zu sein"? Lenken wir uns auch hier ab von unserem eigentlichen Leben?


Bewegen wir uns auch in der Spiritualität in einer übermäßigen Konsum Welt?

Hier noch einen Kurs im Schamanismus-dort ein Räucherstäbchen und noch das X-te Buch im Regal 🙄

Brauchen wir das wirklich? Ich glaube nein 👎 nur unser Ego


Mein Fazit

Eine gesunde Transzendenz - Akzeptanz wäre eine gute Lösung statt Überheblichkeit und Arroganz.

Meine Meinung, jeder Mensch darf und sollte seinen eigenen -Weg gehen, der für Ihn richtig ist.

Keiner dieser Wege ist besser als ein anderer. Es sind alles nur Werkzeuge oder Ratschläge und was für den einen gut ist, muss nicht gut für den anderen sein und hierbei geht es um Akzeptanz und nicht um willkürliches überstülpen um einen Menschen so zu haben wie man Ihn vielleicht gern hätte, das ist Manipulation und hat mit bedingungsloser Liebe nix zu tun.

Eigentlich tragen wir doch alles ins uns und wissen für uns gut ist, auch hier dürfen wir uns selbst wieder mehr vertrauen.

Es darf für mich alles Bodenständig und verwurzelt sein alles was in eine Richtung zu extrem ist, ist für mich nicht gesund.


Ich durfte Menschen begegnen die mit Spiritualität nichts am Hut hatten, aber sehr viel weisere Ratschläge gegeben haben als Menschen, die nur nach Ihren Spirituellen Konzepten handeln.

Ja, es kann helfen, jemanden zu treffen, der genau diese Seite in uns erweckt. Der uns an Themen bringt, die schmerzen, wo wir blinde Flecken haben. Es muss aber kein „Spiritueller Lehrer“ sein, es kann auch das eigene Kind oder die Ehefrau-mann sein, das sind manchmal bessere Lehrer als die Gurus.


Ich habe meinen Glauben und weiß zwischen Himmel - Erde ist so viel mehr vorhanden. Jedoch bin ich als Mensch hier auf Erden inkarniert um meine Erfahrungen zu machen und sehr glücklich damit. Und ich muss nicht alles hinterfragen - ich darf auch mal wütend - traurig sein und gehe dann wieder in die Liebe .

Ich bin weder Erleuchtet noch ein Gutmensch und so darf es sein und gehe meinen eigenen Weg der Spiritualität.


Wie bereits oben geschrieben, alles nur meine Beobachtung - Meinung , bedeutet nicht das es so sein muss 😉


Alles Liebe

Michaela


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